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Jugendstil Schale mit Glaseinsatz

Jugendstil Schale mit Glaseinsatz,
800er Silber, Heilbronn um 1902,
Rudolf Rochga für Bruckmann & Söhne

Die kreisrunde Schalenform auf eingezogenem Bodenprofil stehend und von durchbrochen gearbeiteter, abstrahierter Jugendstil-Ornamentik gearbeitet. Diese oberseitig von Wellenfries abgeschlossen. Der Glaseinsatz in Analogie zum Wellenfries gearbeitet und von zentralem Bodenstern geziert.
Sehr elegantes Objekt des Jugendstils in makelloser Erhaltung, auch der Glaseinsatz präsentiert sich in erfreulich gutem Zustand. Die Schale wurde in drei Größen hergestellt und wurde 1903 auf der Feinmetall-Ausstellung in Stuttgart präsentiert.
Vgl. ein ähnliches Objekt in: Reinhard Sänger ( et al.) „Silber aus Heilbron für die Welt – P.Bruckmann & Söhne (1805 – 1973)“, Ausst.-Kat. der Städtischen Museen Heilbronn, Heilbronn 2002. S. 153.

Rudolf Rochga (Teterow 1875 – Murrhardt/Württemberg 1957)
Deutscher Maler und Entwerfer, Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München unter Franz von Stuck. Danach Mitarbeit in den Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk in München, für die er Entwürfe insbesondere von Wanddekorationen, Textilien und Mappen herstellt. 1903 Berufung als Hilfslehrer für Flächenkunst und dekorative Malerei an die Lehr- und Versuchswerkstätte der Königlichen Kunstgewerbeschule Stuttgart, danach dort Festanstellung als Lehrer und anschließende Professur.
1903 kurze Zusammenarbeit mit Bruckmann & Söhne, für die er diverses Tafelsilber wie Schalen, ein Teeservice und Weinkrüge entwirft.

Durchmesser: 17,5 cm; Höhe: 6,3 cm; 173,9 g (ohne Glaseinsatz)