Artikelnummer: 60217
Außergewöhnliche Vase in Nanako Zogan „Black Quarter Inlaid Flower Vase“,
Feinsilber, Feingold und Eisen, Kanazawa 2023,
MZ: Satoshi Hara
Die kreisrunde, langgezogene Wandung sich zum Oberrand hin verjüngend.
Die Basis aus Kupfer gearbeitet, die langgezogene Wandung in Shakudo und der obere Abschluss in Silber gearbeitet. Die Wandung ein umgehendes, netzartiges Muster aus eingelegtem Silber aufweisend, unterbrochen von quadratischen Einlagen in Kupfer, Silber, Kuroshibuichi und akzentuierenden, eingelegten Punkten in Feingold.
Durchmesser: 13 cm, Höhe: 27 cm
In jeder Hinsicht außergewöhnliche Vase in brillanter handwerklicher Umsetzung in der hochkomplexen Nanako Zogan-Technik.
Bei dieser Arbeit besonders hervorzuheben die hohe Präzision der Linieneinlagen denen eine vierfache Gravur des Korpus vorausgeht und die daraus resultierende optische Täuschung welche den Anschein hervortretender Kugelformen ergibt.
Der japanische Metallkünstler Satoshi Hara
Geboren 1962 in Yokohama, in der Präfektur Kanagawa, hat der Künstler sich auf die Herstellung von Schmiedearbeiten spezialisiert bei denen er das Dekor in Gold und Silber in äußerst diffiziler und arbeitsteiliger Weise in die Gefäßwandung einsetzt. Diese hochentwickelte Intarsientechnik lässt das Dekor wie mit einem dünnen Stift gezeichnet wirken. Hara schuf eine eigene Technik die er „Nanako Zogan“ genannt hat. Während „Zogan“ eine Metall-Einlegetechnik bezeichnet, steht „Nanako“ für eine traditionelle Technik die ihren Ursprung in der Nara-Zeit (710-794) hat und deren punktartiges Erscheinungsbild an Fischrogen erinnert.
Mit dieser Technik vermag der Künstler die Muster in Silberdrähten mit Stärken von 0,3 mm in die Gefäße einzulegen, wobei jede einzelne Linie fünf verschiedener Arbeitsschritten bedarf. Eine Arbeit besteht durchschnittlich aus 50 m Silberdraht, sodass der Künstler durch die verschiedenen Arbeitsgänge etwa 250 m Silberdraht zu bearbeiten hat. Bei dieser hochkomplexen und langwierigen Arbeit darf zu keinem Zeitpunkt dem Künstler ein Fehler passieren, da es nicht möglich ist diesen zu beheben. Satoshi Hara hat die Professur für Metallbearbeitung seit 2003 auf dem Kanazawa College of Art, Department of Craft inne. Sein Werk befindet sich in zahlreichen Museen Japans und im Ausland.









